Am 1. März machen wir, die GöLUG, zu Ehren des 3. Digitalen Unabhängigkeitstages eine größere Veranstaltung. Dabei freuen wir uns mit dem GoeNyx e.V. zusammen zu arbeiten (Im Netz u.a. hier, da und dort zu finden).
Der Digitale Unabhängigkeitstag oder auch Digital Independence Day, kurz DID oder Di-Day, ist eine Initiative, die auf dem letzten Chaos Communication Congress im Dezember ‘25 gemeinsam von Marc-Uwe Kling (u.a. durch die Känguru-Chroniken bekannt), Chaos Computer Club und SaveSocial gestartet wurde.
Sehenswert & sehr informativ ist hierzu der Vortrag von Marc-Uwe Kling, in dem das Känguru am Ende zum DID aufruft ➡ Video mit dem Aufruf von Marc-Uwe Kling.
Worum gehts es beim DID?
Die Idee ist, jeden 1. Sonntag im Monat den digitalen Unabhängigkeitstag zu feiern indem wir uns an diesem Tag von einem Dienst / Programm / App / Betriebssystem verabschieden und zu einer unabhängigeren Alternative wechseln. Auf der Homepage der Initiative, https://di.day, befinden sich dazu zahlreiche Wechselrezepte.
Bei den Rezepten ist für alle etwas dabei: es gibt viele kleine Wechsel, wie z.B. den Wechsel der Suchmaschine im Browser von Google zu einer Alternative, aber auch größere, wie etwa der Umstieg auf Linux als Betriebssystem. Es gilt dabei: Jeder noch so kleine Wechsel ist wichtig und richtig!
The Big-Picture, oder: Warum DID?
Große Technologiekonzerne kontrollieren mittlerweile große Teile unseres digitalen Lebens. Sie sammeln massiv Daten über uns, beeinflussen durch ihre Algorithmen unsere Wahrnehmung und haben enorme Macht über unser Leben. Diese Konzentration der Macht ist problematisch – für unsere Privatsphäre, für die Demokratie und für ein freies Internet.
Wenn wenige globale Anbieter zentrale digitale Infrastruktur kontrollieren, wird das auch zu einem politischen und wirtschaftlichen Risiko: Abhängigkeiten können geopolitisch genutzt werden, Lobbyeinfluss wächst und spekulative Marktübertreibungen können öffentliche wie private Entscheidungen verzerren.
Die gute Nachricht: Es gibt für fast jeden digitalen Dienst datenschutzfreundliche und ethische Alternativen. Von Suchmaschinen über E-Mail bis zu Messaging-Apps – der Wechsel ist oft einfacher als gedacht.
Dazu gehören freie Open-Source-Software, föderierte Netzwerke wie das Fediverse und andere dezentrale Ansätze. Diese Vielfalt macht uns resilienter: Ausfälle, Richtungswechsel einzelner Anbieter oder politische Konflikte betreffen dann nicht mehr alle zugleich.
Und je mehr Menschen diesen Schritt gehen, desto stärker wird die Bewegung.
(Text geliehen von: https://diday.org)
Link-Liste zum Thema
Geschwister-Initiativen:
Der DID ist nicht die einzige und erste Initiative zu dem Thema deshalb hier die Links zu den beiden Geschwistern im Geiste, denen wir uns auch voll und ganz zugehörig fühlen:
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Schon länger am Start, die EndOf10-Initiative: https://endof10.org
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Dem DID zum Verwechseln ähnlich, aber mit mehr Text: #UnplugBigTech
Digitiale Souveränität & der DID in den Medien
- Deutschlandfunk: Sollten Medien auf dezentralen Netzwerken unterwegs sein?
- Podcast mit Maja Göpel und Martin Andree über digitale Sicherheit
- Tagesschaubericht über den DID
- SWR Report: Chancen des des Fediverse im Journalismus
- Nochmal Martin Andree & Deutschlandfunk: Wie Big Tech Demokratie und Öffentlichkeit kaputtmacht
- Kurze Version vom Marc-Uwe Kling’s Vortrag auf dem 39c3 (Das Original ist hier zu finden)
- NDR zur Open-Source-Umstieg in Schleswig-Holstein
Institutionen etc.
Unsere Flyer zur Veranstaltung: Sehr gern weiterverbreiten!
Alternative Version vom Flyer im Di.Day Design: